Muss ich das Semesterticket auch bezahlen, wenn ich es gar nicht haben will?

Grundsätzlich gilt, dass das Semesterticket von allen Studierenden gemeinschaftlich getragen wird.

Ganz gleich, ob man nur Kurzstreckenfahrten vom Siegfriedplatz zur Uni macht oder in Harsewinkel in den Bus, in Gütersloh in den Zug und dann in Bielefeld in die Stadtbahn steigt – alle Nutzer zahlen dasselbe. Selbst die, die es vorziehen, mit dem Auto zur Universität zu fahren. Warum das so ist?

Das Semesterticket ist ein zweckgebundener Zwangsbeitrag.

Ob ASten diesen erheben dürfen, war in der Vergangenheit schon Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen. Grundlage ist der gesetzliche Auftrag der Verfassten Studierendenschaften, die „wirtschaftlichen und sozialen Belange“ der Studierenden wahrzunehmen.

Ob darunter auch ein Semesterticket fällt, wurde inzwischen durch Urteile bis hin zum Bundesverfassungsgericht geklärt. Das Semesterticket ist demnach rechtens. Wer sich für Details interessiert: hier die Begründung des Bundesverfassungsgerichts.

Wann muss ich das Semesterticket nicht bezahlen?

Keine Regel ohne Ausnahme: Unter bestimmten Umständen kann man sich von der Zahlung des Semesterticketbeitrags befreien lassen. Folgende Personengruppen müssen das Semesterticket nicht bezahlen:

  • Schwerbehinderte, die nach dem Schwerbehindertengesetz Anspruch auf unentgeltliche Beförderung haben.
  • Beurlaubte, die nach den Regelungen der Hochschulverwaltung von der Beitragspflicht befreit sind.
  • Studierende, die sich noch vor Semesterbeginn exmatrikuliert haben.
  • Studierende, die sich im Rahmen ihres Studiums nachweislich länger als 4 Monate im Semester außerhalb des Geltungsbereichs befinden.

Ansprechpartner in diesen Fällen ist das Finanzreferat des AStA (E-Mail: info@asta-bielefeld.de, Tel. 0521/1063423, Raum L4-123).

  • Auch in begründeten sozialen Härtefällen ist eine Befreiung möglich. Hierüber informiert das Sozialreferat des AStA (E-Mail: soziales@asta-bielefeld.de, Tel. 0521/106-3437, Raum L4-123). Meldet euch spätestens 6 Wochen nach Ablauf der Einschreibefrist.

Eine Bearbeitung durch die Verkehrsgruppe ist in keinem Fall möglich.